Meier tut es schon wieder
Gestern veröffentlichte der Kölner “Express” einen Bericht über die Finanznot des 1. FC Köln. Der Verein, so weist es der Geschäftsbericht dem “Express” zufolge aus, ist “bilanziell mit 6,8 Millionen Euro überschuldet”. Die “langfristigen Verbindlichkeiten” beliefen sich, so der “Express” weiter, auf über 21 Millionen Euro. Das ist viel Geld für einen Verein, der bestenfalls Bundesliga-Mittelmaß ist.
Die beiden Geschäftsführer des FC, Claus Horstmann und Michael Meier, beeilten sich dann heute zu versichern, dass alles halb so wild wäre. Die Zahlen wären alt und lange bekannt und die Situation im Vergleich zu anderen Vereinen gar nicht so schlimm. Vielleicht meint Michael Meier ja damit sogar Borussia Dortmund, das würde Humor beweisen. Denn jener Michael Meier, der den 1. FC Köln mit den teuren und wenig überzeugenden Maniche, Petit und Podolski beglückt hat, hat schon Borussia Dortmund “einen Millimeter vor die Insolvenz” geführt, wie es BVB-Geschäftsführer Watzke ausdrückte.
Parallelen vom BVB der Jahrtausendwende zum 1. FC Köln heute gibt es schon. Damals wurde der Kader so aufgebaut, dass die Qualifikation für das internationale Geschäft oder gar für die Champions League Bedingung dafür war, dass die Mannschaft bezahlt werden kann. Vergangene Saison plante man laut “Express” mit den Einnahmen aus einem DFB-Pokal-Halbfinale, das der FC nicht erreichte. Damals verkaufte der BVB sein Stadion zu 94 Prozent. Heute verkauft der FC Beteiligungen an Transferrechten. Die Dimensionen sind noch andere, doch die Modelle ähneln sich: Den Etat so planen, dass er nur beim Erreichen hoch gesteckter Saisonziele gedeckt ist. Etatlücken zu decken, indem man eigene Werte abgibt.
Das ist die Handschrift Michael Meiers. Es kann gefährlich werden für den 1. FC Köln.
Tags: 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Express, Michael Meier
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