Die drei Bereicherungen
Gestern ist also die Zweitligasaison zu Ende gegangen, die Aufsteiger stehen fest – Gladbach, Köln und Hoffenheim werden nächste Saison Bundesliga spielen. Alle drei Vereine werden eine Bereicherung sein. Bei Gladbach hoffe ich, dass Jos Luhukay beim zweiten Anlauf Erstliga-Tauglichkeit beweist, denn sein Versuch vor zwei Jahren scheiterte ja kläglich. Allerdings finde ich, dass man einen Coach eher an von ihm zusammengestellten Team messen kann, und für dieses Team rund um Rob Friend und Marko Marin zeichnen eben Luhukay und Christian Ziege verantwortlich. Das macht Hoffnung darauf, dass die Gladbacher jetzt wieder längerfristig erste Liga spielen werden.
Bei Köln bin ich mir da nicht so sicher. Einzig die Qualität der Einzelspieler hat in der Domstadt den Aufstieg ermöglicht. Das wird in der Bundesliga nicht mehr reichen. Christoph Daum hatte viel mit Querelen im Umfeld zu kämpfen, seine Außendarstellung war auch nicht immer glücklich. Sein Verdienst ist es, dass er das Team in den entscheidenen Spielen am Ende der Saison von all dem Theater abschirmen konnte. Ob er auch in der Bundesliga Trainer bleibt, steht derzeit in den Sternen – ich hoffe ja ein wenig darauf, dass Jürgen Klopp zum FC geht, dann könnte ich mir einiges vorstellen. Mit Daum wird es ob der schwierigen Vorgeschichte in der Zweiten Liga ein schweres Unterfangen, die Liga zu halten.
Der Aufstieg Hoffenheims war zwangsläufig – ein Top-Trainer, der in Ruhe ein Team bauen kann, dazu exorbitante finanzielle Möglichkeiten. Dass es dieses Jahr schon geklappt hat überrascht angesichts der durchschnittlichen Hinrunde, doch in der zweiten Hälfte der Saison war der Offensivmaschine der TSG niemand mehr gewachsen. Dem ganzen Experiment des Herrn Hopp stehe ich kritisch gegenüber – sich auf die Fahnen zu schreiben, das Ziel sei die Entwicklung junger Spieler, um dann nach einem Punkt aus vier Spielen zu Beginn der Saison für über 20 Millionen einzukaufen, das finde ich inkonsequent. Der Erfolg gibt ihm allerdings recht, und so bin ich gespannt, ob Carlos Eduardo, Demba Ba und Konsorten auch in der Bundesliga so auftrumpfen können wie in der Rückrunde diese Saison.
Die Teams, die diese Saison mit Mühe die Liga gehalten haben, sollten nächstes Jahr gut aufpassen – das sind definitv keine Fahrstuhlmannschaften, die da kommen!
Tags: 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Bundesliga, Fußball, TSG Hoffenheim, Zweite Liga
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