Die Wunder von der Weser - und jetzt die Rangers
Der Fußball, so suggeriert der Volks- und Fanmund, gehorcht einigen wenigen Grundregeln. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze ist eine davon, auch wenn die Tatsache, dass professionelle Drittligisten wie Dresden oder die zweiten Mannschaften von Spitzenteams in einem Spiel einen Bundesligisten besiegen zwar überraschend, aber sicher keine Sensation ist. Außerdem gewinnen Engländer nie ein Elfmeterschießen und die Niederlande nie einen großen Titel. Diese Reihe ließe sich noch lange fortsetzen, an dieser Stelle interessiert aber in erster Linie ein Mythos, der am Donnerstag wieder beschworen wird - und zwar der des Wunders von der Weser. Das beschreibt die Angewohnheit des an besagtem Fluß ansässigen Fußballklubs Werder Bremen, in Europapokal-Rückspielen selbst aussichtslose Rückstände noch aufzuholen. Erinnert sei hierbei an den 6:2-Sieg nach Verlängerung gegen Spartak Moskau nach einem 1:4 im Hinspiel 1987, das 5:0 gegen Dynamo Berlin nach einer 0:3-Hinspiel-Niederlage 1988 und den 5:3-Sieg gegen den RSC Anderlecht nach 0:3 Pausenrückstand 1993. Oft genug war die Hoffnung auf Bremer Wunder jedoch trügerisch. Noch frisch ist die Wunde des letztjährigen UEFA-Cup-Halbfinals, als das Aufholen des 0:3 gegen Espanyol Barcelona nach dem frühen 1:0 wie selbstverständlich erschien, die einzige Schwalbe in Miroslav Kloses Karriere in Kombination mit einem überaus strengen Schiedsrichter aber die frühzeitige Unterzahl der Bremer und damit das Ende aller Träume bedeutete. Etwas länger her, aber umso bitterer war es, als Werder aufgrund mit einem 0:3 aus dem Heimspiel im Gepäck nach Lyon fuhr. Die stets wundergläubigen Fans träumten von einem schnellen Tor und dann vielleicht noch einem, und dann wäre es schon wieder spannend. Die Tore fielen auch, nur spannend wurde es nicht mehr, denn Lyon siegte mit 7:2.
So schlimm wird es dann donnerstags gegen die Rangers sicher nicht kommen. Die Bremer hatten ein bißchen Luft seit Samstag, die Ruhe von Thomas Schaaf wird ihr übriges tun, um die Bremer auf einen schönen Europapokalabend einzustellen. Einem Wunder käme es zwar nicht gleich, wenn der SVW die Schotten besiegt, doch Balsam auf die Wunden nach der quasi verpassten Meisterschaft wäre ein Weiterkommen sicher. Es wird auch mal wieder Zeit, dass ein deutscher Klub einen internationalen Titel holt. Mit den besten vier Teams der Liga ist die deutsche Fraktion im Achtelfinale gut aufgestellt, um noch ein wenig weiter zu kommen. So auch Werder, denn dieses Mal müssten das Team nicht einmal eines ihrer Wunder bemühen, sondern einfach ihre Stärken gegen die Rangers ausspielen, um ins Viertelfinale einzuziehen. In Hoffnung auf einen spanenden Fußballabend tippe ich also auf ein 4:1 nach Verlängerung!
März 12, 2008 um 12:42 Uhr vormittags
In diesem Zusammenhang sei an Katja Ebstein’s Lied “Wunder gibt es immer wieder” erinnert. Sie erreichte ja immerhin den dritten Platz im Eurovision Song Contest im Jahre 1970. Werder Bremen sei gleichsam mindestens das Halbfinale gegönnt …
März 12, 2008 um 8:18 Uhr vormittags
Ich denke, die Werderprofis werden zusätzlich motiviert sein, da demnächst der deutsche Rekordnationalspieler als Praktikant anfängt. Wenn es bei Werder nicht gut läuft, kann der Loddar sicher auch nochmla als Spieler einspringen. “Zutrauen würde ich mir das”
März 12, 2008 um 10:27 Uhr vormittags
Ich glaub nich dass Loddar dafür Zeit hat, der is hinter den Kulissen am Mauscheln, um sich als hessischer Ministerpräsident aufstellen zu lassen. Er hat gesagt, das sei eine interessante Aufgabe, Hessen habe viel Tradition und da könne man noch viel bewegen.
März 12, 2008 um 12:14 Uhr nachmittags
wobei noch nicht ganz raus ist, ob ich in Hessen die 1b oder 1c Lösung bin…
aber Inter Mailand sucht ja auch was - wird eine schwierige Entscheidung für mich!
März 12, 2008 um 12:59 Uhr nachmittags
Eins ist ja wohl sonnenklar: “Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fussball zu tun hat.”
März 13, 2008 um 3:31 Uhr nachmittags
Das mit Lothar und Hessen stimmt doch nich. Roland Koch hat gesagt, sein Treffen mit Lothar Matthäus wäre rein privat gewesen und wäre auf dessen Initiative hin zustande gekommen. Solange er in Hessen das Sagen hätte, würde Lothar nicht mal Greenkeeper der Rasenflächen der hessischen Staatskanzlei.