Der ewige Patient

Februar 29, 2008

Am Samstag spielt Schalke gegen Bayern. Das ist mir aber eigentlich egal, denn Bayern wird eh immer Meister und Schalke eh nie. Fußball ist da ganz einfach und funktioniert nach solchen Gesetzmäßigkeiten. In der Bundesliga wird meistens Bayern Meister, manchmal Bremen oder Stuttgart und früher noch Kaiserslautern. Leverkusen und Schalke werden nie Meister, und Bochum und Nürnberg steigen auch dann nochmal ab wenn man schon dachte, die wären jetzt stabil. Von daher interessiert mich das Bayern-Spiel morgen nicht.
Viel interessanter ist da schon Rostock gegen Bielefeld. Die Arminia ist schon ein Fall für sich. Wen das Schicksal dazu vorgesehen hat Bielefeld-Fan zu werden, der lernt früh, regelmäßig mit Nackenschlägen umzugehen. Die Zeiten unter Rapolder, als Bielefeld zur soliden Mittelfeldmannschaft mutierte, gilt in Ostwestfalen heute wahrscheinlich als goldenes Zeitalter. Artur Wichniarek bekam hier den Spitznamen “König Artur”, und einen besseren Torwart als Mathias Hain finden sie dort seit Jahren nicht. Wem das alles noch nicht als Beleg ausreicht wie trist das Bielefelder Fan-Dasein ist, dem sei der von den Bielefelder Fans gewählte “Trainer des 20. Jahrhunderts” genannt - Ernst Middendorp. Eben jener Middendorp, der letzte Saison als Heiland zurückkehrte und den ostwestfälischen Moses gab, der Bielefeld in der Bundesliga hielt, nebenbei aber auch für Schlagzeilen sorgte, als er eines Nachts spontan seine Fahruntüchtigkeit erkannte und an der Landstraße ein Nickerchen einlegte, aus dem die Staatsgewalt ihn unsanft aufweckte. Diese Saison war der Middendorp-Effekt schon wieder verflogen, der Ausfall eines einzigen Innenverteidigers ruinierte das komplette Team und hatte unter anderem ein 1:8 in Bremen und ein 1:6 in Dortmund zur Folge, bei dem sich sogar Tinga und Nelson Valdez in die Torschützenliste eintragen konnten. Der Wechsel von Middendorp zu Michael Frontzeck hat sich nur insofern ausgezahlt, als dass die Arminia jetzt nicht mehr so hoch verliert, dafür aber ausnahmslos gegen jeden, sei es Jena oder Duisburg. Das 0:2 gegen den MSV war dann der vorläufige Tiefpunkt. Das Spiel gegen Rostock wird eine Vorentscheidung im Abstiegskampf - wenn die Arminia schon wieder verliert, und sei es auch unglücklich und so, dass Michael Frontzeck seiner Mannschaft dabei keinen Vorwurf machen kann - dann war es das wohl. Oder die Arminen holen Middendorp zurück, Gehalt kriegt er ja sowieso noch. Von daher werde ich morgen am Radio sitzen und auf die Torschreie auf Rostock warten. Das ist viel spannender als Schalke, Bayern oder Hamburg - das ist Fußball!


Van Bommel lehnt Sperre ab…

Februar 28, 2008

…schreibt SpiegelOnline.

Ja, dann muss der DFB sich wohl entschuldigen, und die Sperre hat sich damit erledigt. Die sind schon lustig, die Bayern…


Der Buff in Zakopane

Februar 28, 2008


Hertha gegen Duisburg

Februar 28, 2008

Morgen beginnt der 22. Spieltag der Bundesliga, und zwar mit dem Straßenfeger Hertha gegen Duisburg. Das ist eines der Spiele, von denen ich gern sage, sie müssen gar nicht angepfiffen werden - das Ergebnis ist egal, weil Hertha nicht absteigt und auch sonst nichts reißt, Duisburg sowieso absteigt, und Fans, die das Spiel dann doch interessieren könnte, haben beide nicht. Damit sich die 17 000, die sich doch noch ins Olympiastadion verirren, auch richtig ärgern, tippe ich auf ein torloses Unentschieden bei einer Außentemperatur von 3 Grad und einem BVG-Streik auf der Rückfahrt. Viel Spaß!


Willkommen!

Februar 28, 2008

Willkommen auf meinem Blog! Hier werde ich nun regelmäßig kundtun, was ich so über das, was gerade im Sport passiert, passiert ist oder meiner Meinung nach passieren wird, denke. Ich freue mich, wenn Ihr von der Kommentarfunktion rege Gebrauch macht. So können die vielen Gespräche, die ich so schon über Sport führe, gleich im größeren Rahmen geführt werden. Wenn alles gut läuft bringt mich das meinem Lebenstraum näher, eines Tages neben Udo Lattek im Doppelpass zu sitzen. Prost!